Landing Pages

Die lieben Landingpage Fetische

Wir werden oft gefragt, wieviele Landingpages brauchen wir denn in unserem Angebot, wie ist die Ratio zu publiziertem Gesamtmaterial, und – wie behalten wir da den Überblick? Anbei einige lieb gewonnenen Dogmen die man nicht wirklich braucht.

echnische Blueprint-Zeichnung einer stilisierten Rakete mit mehreren Ansichten, Maßlinien und Details auf blauem Rasterhintergrund, die eine konstruktive, futuristische Stimmung vermittelt.
AUTHOR Peter Biler Gründer und Geschäftsführer von salient doremus.

Seit 1996 fokussiert er sich auf die Entwicklung von Strategien für Marken und digitale Kommunikation. Als diplomierter Kommunikationsdesigner und Anhänger des Neuromarketings beschäftigt er sich mit der wirtschaftlichen Relevanz digitaler Kommunikation. In der zunehmenden Digitalisierung sieht er für sich und seine Zunft die Schlüsselaufgabe im Zusammenbringen von empirische Ergebnissen aus Analytics, Nutzer- und Marktanalysen und Kreativprozessen. Prämisse: Mehr wirtschaftlicher Erfolg. Consumer-Marken und eCommerce-Anbieter sind größtenteils auf einem guten Weg. Der deutsche Mittelstand hinkt diesem Trend hinterher. Das zu ändern ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Fetisch# 1: Es kommt auf wenige – aber gute Landingpages an.

Sicherlich, die Zeiten sind vorbei als alle Anbieter glaubten ein Bestell – oder Kontaktformular reicht schon, vielleicht noch eine Überichtsseite für Google Besucher, und das war es schon.

Das reicht schon lange nicht mehr.  Generell sollte jede Seite als potentielle Landingpage betrachtet werden, je mehr desto besser. Im mobilen Bereich ist das ohnehin ein MUST, denn da ist die Aufmerksamkeitspanne noch geringer, und ein mediokres ‚Landing‘ unverzeihlich.

Jede Landingpage ist ein SEO Touchpoint, ein Konversionselement, ein Leadgenerator. 

Auch Seiten die vermeintlich keinen direkten Transaktionsauftrag haben dienen als Landingpage für Aktionen an anderer Stelle. Mehr Landingpages bedeuten

  • mehr Gelegenheiten Leads zu generieren
  • mehr fokussierte Sichtbarkeit in Suchmaschinen
  • bessere thematische Eingrenzung und Vorqualifizierung von Leads
  • präzisere call to action
  • besseres Targeting

Fetisch# 2: Das Wichtige muss über den ‚Falz‘.

Naja, eher muss das Runde in das Eckige. Nach über 20 Jahren Web ist die Menscheit das Scrollen gewohnt, seit 7 Jahren ist sie sogar das swipen gewohnt. Meine Erfahrungen in Uselabs und auch Studien (wie die von KISSmetrics) zeigen, das es keine eindeutige Korrelation zwischen Position und initialer Sichtbarkeit sowie dem Call-to-Action gibt. Zudem kommt noch die aktuelle Multi-Geräte Landschaft: wo soll bei allen diesen Bildschirmauflösungen der eigentliche Falz noch sein? (Hochformat?/Querformat? Viel wichtiger als der berüchtigte Falz sind erwartungskonforme Ansprache (unabhängig von der Länge), gute Strukturierung, eindeutige Nutzwerte, persuasive Formulare. Egal ob diese einen oder mehrere Bildschirminhalte benötigen.

Fetisch# 3: Die Konversion steigt durch Trust-Symbole.

Im Pleistozän des E-Commerce waren Trust-Symbole ein schöner Ankerpunkt. Sie standen für Vertrauen, Sicherheit, Seriösität und so weiter. Mittlerweile sind zwei Trends zu beobachten, welche den Symbolen den eigentlichen Daseinszweck entzieht.

Zum einen die inflationäre Verwendung der Symbole die dazu führt, dass sie oftmals garnicht mehr erkannt oder beachtet werden. Sie sind zum Transaktion-Grundrauschen mutiert, und ‚garnieren‘ Produktabschlussformulare ohne eine genauere Beachtung zu finden. (Siehe: Bio-Siegel)

Zum anderen sorgt eine neue Vielfalt für Verwirrung oder Missachtung. Durch immer mehr alternative Payment Methoden sehen Produktabschlüsse bald so aus wie der Kragen von Formel 1 Fahrern: ich sehe den Wald vor lauter Trust-Symbolen nicht.

Also: Trust Symbole sind gut, aber in der Menge kein Garant.

Fetisch# 4: Grün ist Gold!

Ich weiss nicht wie oft ich schon diese Diskussion geführt habe. Kunde: ‚Wenn wir den Formularbutton von Rot zu Grün färben, dann steigern wie unsere Leadzahlen, denn Grün signalisiert ‚go‘.‘

Leider stimmen die Verkehrsschild-Weisheiten nicht, hängt das Call to Action doch immer vom Design der Seite ab. Prozedurale Farben sind immer im Kontext des Gesamtdesigns zu verstehen, ein positives Voranschreiten muss Signalwirkung haben, ein Abbruch muss subtil als solcher erkennbar sein. Rezepte von der Stange gehen hier nicht.

Aus der Ferne betrachtet

Ich betrachte Landingpages stets als Mikrokosmos des Business um das es geht:

  • thematisch sauber sein und nicht verwässern.
  • Auf den Punkt kommen.
  • Nutzwerte vermitteln.
  • Geschmeidige Ansprache.
  • Einladende und einfache Transaktion.

Dazu braucht es keine Rezepte aus der Dose – sondern Empathie, gesunden Menschenverstand, und konversionsoptimierten Content.

Direkter Austausch zu diesem Thema

Peter Biler

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